Vater
der Bibliografie, Systematiker
Conrad Gesner wurde als grösster Naturforscher seiner Zeit
bezeichnet, als Vater der Bibliographie und als Vater der Zoologie.
Conrad wuchs in Zürich auf. Unablässig musste er um
sein wirtschaftliches Überleben kämpfen. Er arbeitete
als Tutor und als Lehrer.
Gessner konnte mit seinen unablässigen Bemühungen ein
Studium machen, er studierte Altsprachen und Medizin in Paris, Basel
und Montpellier. Im Jahre 1541 schloss er seine Studien mit dem
Doktorat ab. Er wurde "Leser der Physik" am Colloquium Carolinum
Zürich.
Im Jahre 1554 erhält er das Amt des Oberstadtarztes in Zürich.
Er gründete dort den ersten botanischen Garten.
Gesner korrespondierte mit Naturwissenschaftlern und Lehrern in
ganz Europa. Eine Fülle von über 70 Publikationen entstanden
aus seinen weitläufigen Interessensgebieten (Botanik, Zoologie,
Medizin, Pharmakologie, klassische Philologie, Theologie und Linguistik),
daneben hat er viel Material gar nicht publiziert.
Auch publizierte er die erste Bibliographie, die Bibliotheca Universalis,
in der er 1800 Autoren und deren Arbeiten auflistet.
Gesners Schriften zur Zoologie, seine Historia animalium (Naturgeschichte
der Tiere), wurde zum Standardwerk in ganz Europa während des
16. und 17. Jahrhunderts. Nicht zu Unrecht, denn seine monumentale
Arbeit (4'500 Seiten stark!) war die erste verständliche Darstellung
über die Tierwelt seit Aristoteles 1800 Jahre zuvor. In dieser
Naturgeschichte der Tiere sammelte Gesner enzyklopädisch alle
zu seiner Zeit bekannten Tiere, eingeschlossen einiger Fabelwesen
wie das Einhorn, mehrköpfige Schlangen oder Drachen. Seine
Tierbeschreibungen entnahm Gessner den Schriften klassischer und
mittelalterlicher Autoren, eigene Beobachtungen hat er hinzugefügt.
Namhafte Künstler (unter ihnen auch A. Dürrer) illustrierten
seine Bücher, einige Abbildungen hat er von früheren Autoren
übernommen. Diese Abbildungen wurden in den darauffolgenden
zweihundert Jahren immer wieder als Vorlagen für Zoologiebücher
verwendet.
Hier
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