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    Antoni van Leeuwenhoek (1632-1723)    
          
   
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Leuwenhoek "Nicht ein Mensch unter tausend ist zu solchen Studien fähig; denn man benötigt viel Zeit und Geld dazu, und man muss ständig über diese Dinge nachdenken, wenn man irgendwelche Ergebnisse erzielen will. Vor allen Dingen aber sind die meisten Menschen nicht wißbegierig genug..."

Antoni van Leeuwenhoek wurde am 24. Oktober 1632 als fünftes Kind des Korbmachers Philips van Leeuwenhoek und seiner Frau Margaretha in Delft geboren.

Als Antoni fünf Jahre alt war, starb der Vater; wenige Jahre später heiratete seine Mutter ein zweites Mal.

Antoni wurde auf eine Schule in Warmont bei Leiden geschickt; danach lebte er bei einem Onkel, der in Benthuizen als Rechtsanwalt arbeitete.

Antoni wurde jedoch nicht für den Beruf eines Juristen erzogen, was daran erkennbar ist, dass er kein Latein lernte. Zeitlebens sprach, schrieb und verstand Leeuwenhoek ausschliesslich niederländisch.

1648 starb sein Stiefvater. Antoni ging nach Amsterdam, um den Beruf eines Tuchhändlers zu erlernen.

1654 kehrte er nach Delft zurück, wo er ein eigenes Tuchhandelsgeschäft eröffnete. Im gleichen Jahr heiratete er und hatte fünf Kinder, die alle bis auf eine Tochter in frühester Kindheit starben.

Zusätzlich zu seinem Tuchhandel übernahm Leeuwenhoek den Posten eines Kammerherren im Rathaus von Delft, was wohl annähernd einer heutigen Hausmeisterstellung entspricht; denn er hatte den Versammlungssaal des Stadtrates instand zu halten, zu säubern und zu heizen. Jedoch bedeutete dieser Posten auch eine Vertrauensstellung der Stadtregierung. Das geht daraus hervor, dass Leeuwenhoek im September 1676 damit beauftragt wurde, als Treuhänder die finanziellen Verhältnisse des Malers Jan Vermeer zu ordnen, der - im gleichen Jahr wie Leeuwenhoek in Delft geboren - mit 43 Jahren stark verschuldet gestorben war und eine Witwe mit acht unmündigen Kindern hinterlassen hatte.

1669 wurde Leeuwenhoek ausserdem als Landvermesser zugelassen, nachdem er die dafür notwendigen Kenntnisse in einer Prüfung bewiesen hatte. Es ist jedoch nicht bekannt, ob Leeuwenhoek je in diesem Beruf tätig geworden ist.

Auch wurde er zum Eichmeister bestellt: Er hatte alle Weine und Spirituosen, die in die Stadt geliefert wurden, zu prüfen.

Nach dem Tod seiner zweiten Frau im Jahre 1694 führte ihm die unverheiratet geblichene Tochter Maria bis zu seinem Lebensende den Haushalt.

Es ist nicht bekannt, wann Leeuwenhoek mit seinen mikroskopischen Beobachtugen begann, die ihm schliesslich solchen Weltruhm verschafften.

Viele berühmte Gelehrte, unter ihnen Leibniz, aber auch gekrönte Häupter wie Zar Peter der Grosse nahmen die Mühe auf sich, diesen ausserordentlichen Mann zu besuchen, um durch seine Lupen einen Blick in die Wunderwelt des bis dahin Unsichtbaren zu werfen.

Constantun Huygens an seinen Bruder Christiaan, den bekannten Astronomen und Mathematiker: "Jeder beeilt sich hier, Leeuwenhoek, den grossen Mann des Jahrhunderts, zu besuchen."

Leeuwenhoeks erster Bericht über seine mikroskopischen Beobachtungen, der von dem Delfter Arzt R. de Graaf an der Royal Society in London vermittelt wurde, datiert von 1673. Von dieser Zeit an riss die Korrespondenz mit der bedeutendsten naturwissenschaftlichen Gesellschaft seiner Zeit, deren Mitglied er 1680 wurde, bis zu seinem Tode nicht mehr ab. Schon auf dem Sterbebett bat er seinen Freund Dr. Jan Hoogvliet, seine letzten zwei Briefe ins Lateinische zu übersetzen und an die Royal Society zu senden. Nach langer Krankheit, deren Symptome er selbst als schwere Verdauungsstörungen, quälende Krämpfe des Zwerchfells beschrieb, starb Antoni van Leeuwenhoek am 26. August 1723.

Seine Tochter Maria stiftete zu Ehren ihres Vaters einen obeliskenartigen Gedenkstein mit einer ehrenden Inschrift und dem Reliefporträt Leeuwenhoeks, der in der Kirche hinter den Gräbern aufgestellt worden ist.


 



   
     
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