Maximum est elephans proximumque humanis sensibus, quippe
intellectus illis sermonis patrii et imperiorum obedientia, officiorum
quae didicere memoria, amoris et gloriae voluptas, immo vero,
quae etiam in homine rara, probitas, prudentia, aequitas, religio
quoque siderum solisque ac lunae veneratio.
Plinius über den Elefanten (Buch VIII der Naturalis Historia)
Der 23 nach Christus im heutigen Como geborene Gaius Plinius
Secundus entstammte einer begüterten Ritterfamilie und bekleidete
zivile und militärische Ämter in Gallien, Germanien,
Afrika und Spanien, ehe er Flottenbefehlshaber von Misenum wurde.
Am 24. August 79 verlor er während eines Ausbruchs des Vesuvs
bei Stabiae sein Leben, als er das Naturereignis aus der Nähe
betrachten wollte.
Berühmt wurde Plinius als äusserst produktiver Schriftsteller.
Seine zahlreichen Schriften sind zwar nicht erhalten, doch wurden
sie immer wieder in Teilen und als Ganzes abgeschrieben. So ist
die Naturkunde von Plinius, die Naturalis Historia, als vermutlich
älteste überlieferte naturkundliche Enzyklopädie
heute im Wortlaut bekannt. In 37 Bänden trug Plinius weitgehend
unkommentiert alles zusammen, was über die Welt bis in seine
Zeit hinein (zwischen 40 und 79 nach Christus) bekannt war oder
als gesichert galt. Die Bücher sind klassische Summae,
sie sind allerdings nicht als Lehrbücher gedacht, sondern
als reine Sammlung von Wissen. Dieses monumentale Werk beeinflusste
massgeblich die Gelehrten bis ins späte Mittelalter . Plinius
entstammte einer wohlhabenden Ritterfamilie aus Como (Norditalien).
In Rom besuchte er eine Rhetorik-Schule. Er begann zuerst mit
einer militärischen Karriere. Als Befehlshaber einer Kavallerie-Einheit
lebte er während 10 Jahren in Germanien (47-57).
Während der letzten Jahre der Kaiserzeit von Nero beendete
Plinius seine öffentliche Laufbahn und widmete sich fortan
schriftstellerischen Arbeiten.
Als sein ehemaliger Freund Vespasian Kaiser wurde, kam Plinius
erneut in den Staatsdienst.
Plinius hielt zahlreiche Vorlesungen und machte davon Zusammenfassungen.
Er schrieb über die Eloquenz und über die korrekte
Art zu schreiben. Weiter verfasste er biografische und geschichtliche
Werke.
In seinem letzten Lebensabschnitt widmete er sich einer grossangelegten
Naturgeschichte. Plinius versichert, dass er über 2000 Werke
verwendet hat, um das Wissen seiner Zeit zusammenzufassen. Für
diese Arbeit setzte er seine ganze Arbeitszeit ein. Sein Neffe
berichtet, dass er täglich vom Morgengrauen bis spät
in die Nacht hinein an diesem Werk arbeite. Ständig
auch während der Mahlzeiten oder auf seinen Reisen
hat er einen Gehilfen, der ihm vorlas, und einen, dem er seine
Texte diktieren konnte, neben sich.
Ein Jahr nach der Publikation dieses monumentalen Werks starb
Plinius in Pompeij. Sein Interesse für die Natur wurde ihm
zum Verhängnis. Bei dem Vulkanausbruch am 24. August 79 nach
Christus näherte sich Plinius zu sehr dem Ort des Geschehens.
Er keine Chance mehr, innerhalb von Minuten war der Himmel schwarz
und der Staub und die Asche von dem nun regelrecht explodierenden
Vesuv vergruben Pompeji mit grosser Geschwindigkeit. Mehrere weitere
Explosionen und Lavaflüsse, sowie viele Pyroclastische Strömen
begruben die Stadt und mit ihr Plinius unter sich.
Hauptwerk
Naturalis Historia - Naturkunde
Im einzelnen berichten die Bände über:
- Band 1 : Vorrede, Inhaltsverzeichnis, Biographisches
- Band 2 : Kosmologie
- Band 3 : Geographie Europas I
- Band 4 : Geographie Europas II
- Band 5 : Geographie Afrikas
- Band 6 : Geographie Asiens
- Band 7 : Anthropologie
- Band 8 : Zoologie der Landtiere
- Band 9 : Zoologie der Wassertiere
- Band 10 : Zoologie der Vögel
- Band 11 : Zoologie der Insekten, Vergleichende Anatomie
- Band 12 : Botanik: exotische Bäume I
- Band 13 : Botanik: exotische Bäume II
- Band 14 : Botanik: Fruchtbäume I
- Band 15 : Botanik: Fruchtbäume II
- Band 16 : Botanik: Waldbäume
- Band 17 : Botanik: Nutzbäume
- Band 18 : Botanik: Ackerbau
- Band 19 : Botanik: Gartenpflanzen
- Band 20 : Medizin und Pharmakologie: Heilmittel aus Gartengewächsen
- Band 21 : Medizin und Pharmakologie: Heilmittel aus dem Pflanzenreich
I
- Band 22 : Medizin und Pharmakologie: Heilmittel aus dem Pflanzenreich
II
- Band 23 : Medizin und Pharmakologie: Heilmittel aus dem Pflanzenreich
III
- Band 24 : Medizin und Pharmakologie: Heilmittel aus dem Pflanzenreich
IV
- Band 25 : Medizin und Pharmakologie: Heilmittel aus dem Pflanzenreich
V
- Band 26 : Medizin und Pharmakologie: Heilmittel aus dem Pflanzenreich
VI
- Band 27 : Medizin und Pharmakologie: Heilmittel aus dem Pflanzenreich
VII
- Band 28 : Medizin und Pharmakologie: Heilmittel aus dem Tierreich
I
- Band 29 : Medizin und Pharmakologie: Heilmittel aus dem Tierreich
II
- Band 30 : Medizin und Pharmakologie: Heilmittel aus dem Tierreich
III
- Band 31 : Medizin und Pharmakologie: Heilmittel aus dem Tierreich
IV
- Band 32 : Medizin und Pharmakologie: Heilmittel aus dem Tierreich
V
- Band 33 : Gold- und Silbergewinnung, Kunsthandwerk, Münzwesen
- Band 34 : Kupfer-, Eisen- und Bleigewinnung, Metallplasik
- Band 35 : Plastik, Malerei, Farben
- Band 36 : Steine
- Band 37 : Edelsteine, Gemmen, Bernstein