| Antoine
Henri Becquerel (* 15. Dezember 1852 in Paris; † 25. August
1908 in Le Croisic (Loire-Atlantique)) war ein französischer
Physiker. Er erhielt 1903 den Nobelpreis für Physik für
die Entdeckung der Radioaktivität. Sein Vater war Alexandre
Edmond Becquerel, der Entdecker des photoelektrischen Effekts.
Becquerel begann seine akademische Karriere 1876 als Assistent
an der École polytechnique, deren Lehrstuhl für Physik
er 1895 erhielt. 1896 experimentierte er mit der Phosphoreszenz
von Uransalzen.
Nachdem Becquerel auf einige in einem dunklen Raum deponierte Präparate
eine Fotoplatte gelegt hatte, bemerkte er am 1. März 1896,
dass die Platte geschwärzt wurde, obwohl kein Licht einfallen
konnte. Dies war ein Hinweis darauf, dass eine Strahlung existiert,
die nicht zum Spektrum des sichtbaren Lichts gehört und die
er Uranstrahlen nennt.
Ähnliche Eigenschaften weisen auch die kurz vorher entdeckten
Röntgenstrahlen und die Kathodenstrahlen auf. Henri Becquerel
hatte mit diesem Versuch die Radioaktivität entdeckt. 1900
wies er bei weiteren Forschungen nach, dass die aus dem Atomkern
entweichenden schnellen Elektronen (ss-Strahlung) magnetisch
ablenkbar sind.
Becquerel führte daneben wichtige Forschungen zur Phosphoreszenz,
Spektroskopie und Absorption von Licht durch.

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