Biografieskizzen
 
   
         
    Barack Obama - USA Präsident und Nobelpreisträger    
          
   
    Home
     
   

Biologen
Leonardo da Vinci
Charles Darwin
Theodor Schwann
Mathias Schleiden
Johann Gr. Mendel
Aristoteles
>> Übersicht >>

     
    Natural Scientists
Albert Einstein
Johannes Kepler
>> Übersicht >>
     
    Schriftsteller
Herta Müller
     
    Philosophen
Friedrich Nietzsche
     
    Politiker
Barack Obama
Vladimir Putin
Angela Merckel
     
    Popstars
Michael Jackson
Rihanna
     
    Vips & Glamours
Paris Hilton
Angelina Jolie
     
     
    Historische Personen
Adolf Hitler
Alexander der Grosse
     
   
     

 

Das norwegische Nobel-Komitee hat dem seit Januar amtierenden US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama den Friedensnobelpreis zuerkannt. In einer Mitteilung würdigen sie den Politiker für sein "außerordentliches Bemühen um den Ausbau der internationalen Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Menschen". Sehr wichtig sei Obamas Hinwirken zu einer Welt ohne Atomwaffen. Zudem spielten die USA im Kampf gegen den Klimawandel nun eine konstruktivere Rolle als zuvor.

 

 

 

 

 

Barack Hussein Obama (* 4. August 1961 in Honolulu, Hawaii) ist seit dem 20. Januar 2009 der 44. Präsident der Vereinigten Staaten. Der Jurist und Politiker der Demokratischen Partei ist amerikanisch-kenianischer Abstammung und damit der erste Afroamerikaner in diesem Amt.

Von 2005 bis 2008 war Obama der dienstjüngere der beiden US-Senatoren (Junior Senator) für den Bundesstaat Illinois.

2009 wurde ihm der Friedensnobelpreis für seine Anstrengungen zur Stärkung der internationalen Diplomatie und der Zusammenarbeit zwischen den Völkern zuerkannt.

Familie, Kindheit und Jugend

Obamas Vater, Barack Hussein Obama Senior (1936–1982), stammte aus Alego in Kenia und gehörte zum Luo-Volk. Obamas Mutter, Stanley Ann Dunham (1942–1995), war eine weiße US-Amerikanerin aus Wichita im Bundesstaat Kansas. Die Eltern lernten sich als Studenten an der Universität von Manoa, Hawaii kennen. Sie heirateten 1961 in Hawaii, als in anderen Teilen der USA Ehen zwischen Schwarzen und Weißen noch verboten waren.

1964 ließen sie sich scheiden. Der Vater setzte sein Studium an der Harvard University fort. Obama sah ihn als Zehnjähriger zum letzten Mal. Er hat väterlicherseits drei ältere und drei jüngere Halbbrüder sowie eine Halbschwester namens Auma, die in Heidelberg und Bayreuth studierte.

Die Mutter promovierte als Anthropologin und wurde zu einer Spezialistin für Entwicklungsfragen, insbesondere im Bereich der Kleinkredite. Sie heiratete einen Indonesier und späteren Ölmanager und zog mit ihm und ihrem Sohn Barack 1967 nach Jakarta. Dort wurde Obamas jüngere Halbschwester Maya geboren..

Während des Aufenthalts der Mutter in Indonesien besuchte Obama 1967 bis 1970 in Jakarta die von Kapuzinern geführte St. Francis of Assisi Elementary School, 1970/71 eine staatliche, multireligiöse Schule. 1971 kehrte er nach Hawaii zurück, wo ihn die Eltern seiner Mutter, Madelyn (1922–2008) und Stanley Dunham (1918–1992), aufzogen. Sie schulten ihn in die fünfte Klasse der renommierten privaten Punahou School ein. Diese Schule schloss er 1979 mit Auszeichnung ab. Seine Mutter selbst starb mit Mitte 50 an Krebs.
Michelle und Barack Obama

Barack Obama ist seit 1992 mit Michelle Obama (* 1964) verheiratet, die wie er an der Harvard Law School studierte und vor dem Umzug nach Washington eine Stellung in der öffentlichen Verwaltung von Chicago inne hatte. Sie lernten sich in der Anwaltskanzlei kennen, in der Michelle nach ihrem Abschluss 1988 arbeitete und dem Praktikanten Barack Obama als Tutorin zugeteilt war. Sie haben zwei Töchter: Malia Ann (* 1998) und Natasha („Sasha“) (* 2001).
Studium und Beruf

Obama studierte ab 1979 für zwei Jahre am Occidental College in Los Angeles und weitere zwei Jahre an der Columbia University in New York City. Nach seinem Bachelor-Abschluss 1983 in Politikwissenschaften (Schwerpunkt Internationale Beziehungen) arbeitete er ein Jahr lang für das Wirtschaftsberatungsunternehmen Business International Corporation in New York. 1985 zog er nach Chicago und arbeitete dort für eine gemeinnützige Organisation, die Kirchengemeinden beim Arbeitstraining für Einwohner armer Stadtviertel half. Danach studierte Obama drei Jahre Rechtswissenschaft an der Harvard Law School. Als erster Afroamerikaner wurde er dort zum Präsidenten der Fachzeitschrift Harvard Law Review gewählt. 1991 machte Obama seinen J.D.-Abschluss mit der Gesamtbewertung magna cum laude.

1992 kehrte er nach Chicago zurück, arbeitete ab 1993 in der auf Bürgerrechte spezialisierten Anwaltssozietät Miner, Barnhill and Galland und lehrte bis 2004 Verfassungsrecht an der University of Chicago.

Beginn der politischen Laufbahn

1992 wurde Obama erstmals politisch aktiv: Mit einer Kampagne zur Wählerregistrierung von afroamerikanischen Bürgern Chicagos mobilisierte er mehr als 150.000 Menschen zur Wahl Bill Clintons zum US-Präsidenten.

1996 wurde Obama in den Senat von Illinois als Vertreter des 13. Bezirks (der südliche Teile der Stadt Chicago umfasst, rund um das Stadtviertel Hyde Park) gewählt. Im Senat übernahm er den Vorsitz im Ausschuss für öffentliches Gesundheitswesen und Wohlfahrt. Er verfasste eine Gesetzesinitiative mit, die Hilfen für arme Arbeiterfamilien vorsah, und arbeitete an einer Vorlage zur Unterstützung von Menschen ohne Krankenversicherung. Zudem half er Organisationen, die sich für Schwule und Lesben einsetzen, und setzte eine Erhöhung der Mittel zur Aids-Prävention und -Behandlung durch.

1998 – gegen den Republikaner Yesse Yehudah – und 2002 – diesmal ohne Gegenkandidaten – wurde Obama in den Senat von Illinois wiedergewählt. Auf seine Gesetzesinitiativen hin muss die Polizei in Illinois Vernehmungen für Anklagen auf Todesstrafe auf Video aufzeichnen. Krankenversicherungen müssen Kosten für regelmäßige vorbeugende Mammografien übernehmen. Außerdem wurden Waffenkontrollen verschärft. Für diese und andere Vorhaben konnte Obama Koalitionen mit politischen Gegnern bilden. Dafür fand er Zustimmung auch bei Gegnern seiner Initiativen wie der Polizeigewerkschaft Fraternal Order of Police.

2000 unterlag Obama bei den Vorwahlen der Demokratischen Partei im Ersten Kongressdistrikt für das Repräsentantenhaus gegen den langjährigen Mandatsinhaber Bobby L. Rush.


US-Senator und Wahlkampf

2004 bewarb sich Obama für die Demokratische Partei um einen Sitz im US-Senat und gewann bei den Vorwahlen im März überraschend 52 Prozent der Stimmen. Die New York Times sprach von einem „aufgehenden Stern“ bei den Demokraten. Die von Medienberater David Axelrod entworfene Kampagne stellte Obama in die Tradition des ersten afroamerikanischen Bürgermeisters Chicagos, Harold Washington, und des US-Senators Paul M. Simon, der kurz vor seinem Tod einen Wahlwerbespot für Obama aufnahm.

In den Hauptwahlen trat Jack Ryan, der anfängliche Gegenkandidat der Republikaner, am 25. Juni 2004 zurück, nachdem seine Scheidungsunterlagen und ein Auftrag zur Überwachung Obamas öffentlich bekannt geworden waren. Der am 8. August 2004 nominierte zweite Gegenkandidat, der konservative Alan Keyes aus Maryland, mietete nun erst einen Wohnsitz in Illinois und führte einen stark polarisierenden Wahlkampf: Er verglich Obamas Wähler mit denen der NSDAP, nannte Homosexuelle „selbstsüchtige Hedonisten“, bezeichnete Obamas Meinung zu Abtreibungen vergewaltigter Frauen als „Position der Sklavenhalter“ und erklärte, Jesus würde Obama nicht wählen.

Obamas Vorsprung erlaubte ihm, demokratische Kandidaten in anderen Wahlkämpfen mit Auftritten und Spenden zu unterstützen. So half er etwa Melissa Bean, ihren Wahlkreis in den nördlichen Vororten von Chicago erstmals seit 1935 für die Demokraten zu erobern.

Ende Juli hielt Obama eine Grundsatzrede (Keynote) bei der Democratic National Convention 2004 in Boston, die den damaligen Präsidentschaftskandidaten John Kerry kürte. Er schilderte darin seine Familiengeschichte, die seinen Glauben an den amerikanischen Traum begründet habe. Sein Großvater habe als heimgekehrter US-Soldat im Zweiten Weltkrieg von den Wohlfahrtsprogrammen der FHA und der GI Bill profitiert. Er selbst habe große Hoffnung für die Zukunft seiner Töchter, denn in einem „großzügigen Amerika“ müsse man nicht reich sein, um sein Potenzial ausschöpfen zu können. Zum Ende hin sprach er sich für die amerikanische Identität und nationale Einheit aus:

“Now even as we speak, there are those who are preparing to divide us, the spin masters and negative ad peddlers who embrace the politics of anything goes. Well, I say to them tonight, there’s not a liberal America and a conservative America; there’s the United States of America. There’s not a black America and white America and Latino America and Asian America; there’s the United States of America. (…) The pundits like to slice and dice our country into red states and blue States: red states for Republicans, blue States for Democrats. But I've got news for them, too. We worship an awesome God in the blue states, and we don't like federal agents poking around our libraries in the red states. We coach little league in the blue states and, yes, we've got some gay friends in the red states. There are patriots who opposed the war in Iraq, and there are patriots who supported the war in Iraq.”

Obamas Rede löste Begeisterung aus, machte ihn in den ganzen USA bekannt, verschaffte ihm viel Sympathie in den Medien und Zustimmung bei den US-Bürgern. Er galt fortan als der erfolgreichste politische Aufsteiger der Demokraten und möglicher künftiger Bewerber um das Präsidentenamt.

Er gewann die Wahl mit 70 zu 27 Prozent, dem besten Ergebnis eines Neubewerbers für das Senatorenamt, und das höchste Wahlergebnis, das je ein Kandidat in einer Illinois-weiten Wahl gegen einen Gegner gewonnen hatte.


Amtsführung und Initiativen

Ab dem 4. Januar 2005 vertrat Obama neben dem dienstälteren Dick Durbin den Bundesstaat Illinois im US-Senat. In seiner Einarbeitungsphase verzichtete er auf öffentlichkeitswirksame Aktionen. Seine Stimme für die Bestätigung von Condoleezza Rice als Außenministerin der USA stieß auf Kritik der Parteilinken. Im März 2005 – relativ früh – kündigte er die Gründung eines eigenen Political Action Committees an.

2005 und 2006 initiierte Obama 152 Gesetzesentwürfe und Senatsbeschlüsse und unterstützte weitere 427. Seine erste an der Southern Illinois University Edwardsville angekündete Gesetzesinitiative vom März 2005 sollte den Maximalbetrag der Pell Grants anheben und so Collegestudenten helfen, ihre Collegegebühren zu zahlen. Der Entwurf gelangte aber im Senat nie zur Abstimmung.

Obama war Mitglied folgender Senatsausschüsse: Außenpolitische Beziehungen, Gesundheit, Bildung, Arbeit und Renten, Heimatschutz und staatliche Angelegenheiten und Angelegenheiten der Veteranen.

Im August 2005 besuchten Obama und Richard Lugar, der Vorsitzende des Senatsausschusses für Auslandsbeziehungen, Russland, die Ukraine und Aserbaidschan. Hauptanliegen der Reise war, die Kontrollmöglichkeiten von Massenvernichtungswaffen aller Art zu verbessern. Dazu besuchten sie in Saratow eine vom Nunn-Lugar-Programm unterstützte Einrichtung zur Vernichtung nuklearer Sprengköpfe. In der Ukraine besichtigten sie eine Einrichtung zur Vorbeugung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten und waren beim Abschluss eines Vertrages der Ukraine mit den USA dabei, der der Feststellung von Bioterrorismus, also der Unterscheidung von natürlichen oder künstlichen Krankheitserregern und Gefechtsrisiken beim Ausbruch infektiöser Krankheiten dient.

Im Januar 2006 besuchte Obama mit einer Delegation des US- Kongresses verschiedene Staaten im Nahen Osten. In Kuwait und im Irak besuchte er die dortigen US-Truppen und merkte öffentlich an, der Konflikt dort sei nicht militärisch lösbar. In Israel traf er Außenminister Silwan Schalom, in den palästinensischen Autonomiegebieten Mahmud Abbas. Dabei unterstrich er, die USA seien nicht bereit, die Beteiligung der Hamas an der Palästinenserregierung zu akzeptieren, solange diese Israels Vernichtung anstrebe.

Im August 2006 reiste Obama mit seiner Familie nach Südafrika und Kenia mit Zwischenstopps in Äthiopien und im Tschad. In Kenia besuchte er den Geburtsort seines Vaters und wurde von der dortigen Bevölkerung überwiegend enthusiastisch aufgenommen. Um mehr Kenianer von einem HIV-Test zu überzeugen, ließ sich das Ehepaar Obama in einer kenianischen Klinik öffentlich auf HIV testen. Obamas Rede vor Studenten der Universität von Nairobi wurde landesweit im Fernsehen ausgestrahlt. Er kritisierte darin die Korruption und den Einfluss ethnischer Rivalitäten auf die kenianische Politik.

Am 30. Januar 2007 legte er einen Plan zum etappenweisen Rückzug von US-Truppen aus dem Irak bis zum 31. März 2008 vor.

Im Juli 2008 besuchte Obama als voraussichtlicher Präsidentschaftskandidat der Demokraten, begleitet von den Senatoren Jack Reed und Chuck Hagel, zunächst die US-Truppen in Afghanistan und im Irak, führte dann Gespräche mit Politikern in Israel und den Palästinensergebieten und reiste schließlich nach Deutschland, Frankreich und Großbritannien. In Berlin hielt er nach Treffen mit Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier und Klaus Wowereit am 24. Juli vor etwa 200.000 Zuschauern die zentrale Rede des Europabesuchs, die weltweit direkt übertragen wurde.

Wie drei Tage zuvor angekündet, trat Obama am 16. November 2008, zwölf Tage nach seinem Sieg bei der Präsidentschaftswahl, als Senator von Illinois zurück. Der unter Korruptionsverdacht stehende Gouverneur von Illinois, Rod Blagojevich, bestellte Roland Burris zu seinem Nachfolger.

Biografie (nach Wikipedia, leicht gekürzt)

 


Who is it?

   
     

  www.merke.ch/biografien | Impressum | Links | Kontakt