Versuch über die Gestalt der Tiere
[Handschriftliches Fragment, 179.
Vorerinnerung
Obgleich der Titel dieser kleinen Abhandlung einen Versuch über
die Gestalt der Tiere überhaupt verspricht: so wird sie sich
doch vorzüglich mit den vollkommensten, den Säugetieren,
beschäftigen. Und auch diese besonders in osteologischer
Rücksicht betrachten, und sich nur insofern auf die übrigen
nächsten Tierklassen und auf die weicheren Teile des Gebäudes
verbreiten, insofern es zur Aufklärung gewisser Erfahrungen
und Folgerungen nötig sein sollte. Das übrige behält
sich der Verfasser für die Zukunft vor.
I. Bemühungen der vergleichenden Anatomie
und Hindernisse, welche dieser Wissenschaft entgegenstehen
Die Ähnlichkeit der vierfüßigen Tiere untereinander
konnte von jeher auch der oberflächlichsten Betrachtung nicht
entgehen. Auf die Ähnlichkeit der Tiere mit dem Menschen
wurde man wahrscheinlich zuerst durch das Anschauen der Affen
aufmerksam gemacht. Daß die übrigen vierfüßigen
Tiere in allen ihren Hauptteilen mit dem Menschen übereinkommen,
war nur durch eine genauere wissenschaftliche Untersuchung festzusetzen
möglich, deren Bemühungen zuletzt noch viel weiter entfernt
scheinende Gestalten aus dem Weltmeere in diese Verwandtschaft
herbeizogen.
Wieviel in der letzten Hälfte dieses Jahrhunderts die Naturwissenschaft
durch Beschreiben, Zergliedern und Ordnen gewonnen, ist, ich darf
wohl sagen, allgemein bekannt. Wie manches in derselben noch zu
tun sei, wie manche Hindernisse einer ganz genauen Bearbeitung
entgegen stehen, wird demjenigen bald bekannt, der sie mit gewissenhafter
Genauigkeit bearbeitet.
Es war natürlich, daß die Zergliederer, welche sich
mit dem Bau des Menschen eine zeitlang ausschließlich beschäftigten,
die Teile des menschlichen Körpers, wie sie ihnen sichtbar
wurden, benannten, beschrieben und an und für sich ohne weitere
Verhältnisse nach außen betrachteten. Ebenso natürlich
war es, daß diejenigen, welche sich mit Behandlung der Tiere
beschäftigten, Reiter, Jäger, Fleischer, den verschiedenen
Teilen der Tiere, jeder für sich, Namen beilegten, welche
auf keine Weise das Verhältnis der Tiere zu den Menschen
ausforschten, vielmehr durch falsche Vergleichung zu Irrtümern
Gelegenheit gaben. So nennt zum Beispiel der Reiter denjenigen
Teil des Pferdevorderfußes, wo der carpus das Gelenk zwischen
der ulna und dem metacarpus macht, das Knie, den Knochen des metacarpus
selbst das Schienbein.
Nun ist zwar durch die Bemühungen so vieler eifriger Beobachter,
welche vorzüglich die Tier-Anatomie oder auch nur selbige
gelegentlich neben der menschlichen behandelt, die Terminologie
der tierischen Teile, soviel es sich wollte tun lassen, auf die
Terminologie der menschlichen Teile reduziert worden, und es möchte
wohl die Base der vergleichenden Anatomie auf immer festgestellt
worden sein. Allein es sei uns erlaubt, hier einige Bemerkungen
über die Hindernisse zu machen, welche noch Überbleibsel
der alten empirischen Behandlungsart zu sein scheinen und die
der Wissenschaft eben jetzt am beschwerlichsten im Wege stehen,
da sie ihrer Vollendung näher und näher rückt.
Man hat bisher, wie oben schon erwähnt worden, bald die
Tiere untereinander, bald die Tiere mit dem Menschen, bald den
Menschen mit den Tieren verglichen, man hat also mit dem tertio
comparationis immer gewechselt und dadurch oft den Faden der Beobachtung
verloren. Ferner mußte, da die Methode des Tierzergliederers
mit der Methode des Menschenzergliederers nicht völlig übereinstimmen
kann, eine Art Schwanken in der Methode der vergleichenden Anatomie
entstehen, welches, wie mich dünkt, noch bis jetzt nicht
hat ins Gleichgewicht gesetzt werden können.
II. Vorschläge, diese Hindernisse aus
dem Wege zu räumen
Wie nun aber gegenwärtig bei so vielen trefflichen Vorarbeiten,
bei täglich fortgesetzten Bemühungen so vieler einzelner
Menschen, ja ganzer Schulen, die Wissenschaft auf einmal zur Konsistenz
gelangt, ein allgemeiner Leitfaden durch das Labyrinth der Gestalten
gegeben, ein allgemeines Fachwerk, worin jede einzelne Beobachtung
zum allgemeinen Gebrauch niedergelegt werden könne, aufzubauen
wäre, scheint mir der Weg zu sein, wenn ein allgemeiner Typus,
ein allgemeines Schema ausgearbeitet und aufgestellt würde,
welchem sowohl Menschen als Tiere untergeordnet blieben, mit dem
die Klassen, die Geschlechter, die Gattungen verglichen, wonach
sie beurteilt würden.
Man würde sich bei Ausarbeitung dieses Typus vor allen unnötigen
Neuerungen hüten, man würde die von der menschlichen
Gestalt hergenommenen Benennungen immer mehr auf die Gestalt der
Tiere zu übertragen suchen, und sich vielleicht nur um weniges
von der Methode und Ordnung, wonach bisher die Anatomie des menschlichen
Gebäudes vorgetragen worden, entfernen, um nicht empirisch,
nach der besonderen Bildung eines Geschöpfes das Gebäude
der andern zu betrachten und zu beurteilen, sondern eine Methode
aufzufinden, wonach vorerst die vollkommensten Tiere rationell
betrachtet und vielleicht in der Folge die übrigen Klassen
näher erkannt werden können.
Sollte das bisher Gesagte nicht einen jeden gleich von der Notwendigkeit
einer solchen Einrichtung überzeugen, so wird folgende Betrachtung
vielleicht die Sache einleuchtender machen. Da die Vergleichung
so sehr verschiedener Gestalten, als die Säugetiere sind,
nicht anders als teilweise geschehen kann, so war es natürlich,
daß man bei den verschiedenen Tiergattungen die verschiedenen
Teile aufsuchte und sie mit den Teilen der andern verglich. Die
meisten durch große Verschiedenheit der Gestalt und Richtung
der Teile entstandenen Irrtümer rektifizierten sich nach
und nach; und hat man sich von dem Irrtume, der mehr in dem Ausdrucke
als der Sache zu liegen scheint, nicht völlig losmachen können,
daß man einigen Tieren gewisse Teile ableugnete, ob man
gleich die durch ebendiese Teile hervorgebrachte Gestalt gerne
zugab. So wollte man dem Menschen das os intermaxillare beharrlich
absprechen, der Elefant sollte kein Tränenbein, keinen Nasenknochen
haben, da man doch im Gegenteil, wenn auch alle Suturen verwachsen
wären, von der übereinstimmenden Gestalt, auf die Konsequenz
des Baues hätte schließen sollen.
Wenn wir nun von einer Seite behaupten, daß alle Hauptteile,
woraus die Gestalt eines vollkommenen Tieres zusammengesetzt ist,
sich bei dem andern Tiere gleichfalls finden müssen, so läßt
sich von der andern nicht leugnen, daß gewisse völlig
gleichartige Teile besonders gegen die Extremitäten zu in
der Zahl variieren. So variiert die Zahl Rückgratwirbel und
Rippen, der Schwanzwirbel, die Zahl des carpus, metacarpus und
der Finger, des tarsus, metatarsus und der Zehen. Andere Abteilungen,
als die der ulna und des radius, der tibia und fibula, verwachsen
miteinander und lassen kaum noch Spuren ihrer ursprünglichen
Trennung zurück.
Dieses alles würde ein völlig ausgearbeiteter Typus
schon bestimmen und festsetzen: inwiefern ein jeder Teil notwendig
und immer gegenwärtig sei oder sich manchmal nur durch eine
wunderbare Gestalt verberge, durch eine Verwachsung der Suturen
zufällig verstecke, in verminderter Zahl erscheine, sich
bis auf eine kaum zu erkennende Spur verliere, für überwiegend,
untergeordnet, oder gar aufgehoben betrachtet werden müsse.
Ehe wir weiter gehen, wird es rätlich sein, den Typus selbst,
und zwar vorerst bloß osteologisch, herzusetzen.
III. Vorschlag zu einem osteologischen Typus
Ehe ich die Ursachen weiter ausführe, welche mich bewogen,
das vorstehende Schema dergestalt zu ordnen, und was für
Vorteil ich daraus zu ziehen hoffe, ist es nötig, noch einige
Betrachtungen vorauszuschicken. Da die Natur eben dadurch die
Gestalten der Tiere so bequem zu verändern scheint, weil
die Gestalt aus sehr vielen Teilen zusammengesetzt ist, und die
bildende Natur dadurch nicht sowohl große Massen gleichsam
umzuschmelzen nötig hat, sondern die große Mannigfaltigkeit
bewirkt, indem sie auf viele zusammengeordnete Anfänge bald
so, bald so ihren Einfluß zeigt, welches wie wir in dem
Folgenden sehen werden, von der größten Bedeutung ist,
so wird die größte Aufmerksamkeit derjenigen, welche
besonders den osteologischen Typus ausarbeiten, dahin gerichtet
sein, daß sie Knochenabteilungen auf das schärfste
und genauste aufsuchen; es mögen solche an einigen Tierarten
in ihrem gewachsenen Zustande sich deutlich sehen lassen oder
bei andern nur an jüngeren Tieren, vielleicht gar nur an
Embryonen, zu erkennen sein.
Denn ich darf wohl hier schon dasjenige behaupten, wovon ich
einen jeden, den diese Wissenschaft wirklich interessiert, durch
diese Abhandlung völlig überzeugen möchte, daß
der Fortschritt der ganzen Wissenschaft bloß auf diesem
Wege schnell zu hoffen sei. Hat sich nicht in anderen Teilen die
Zergliederungskunst in die feinsten Bemerkungen ausgebreitet;
hat sie nicht schon die Teilbarkeit der Nerven bis ins Unendliche
verfolgt; sollten wir nicht den Knochenabteilungen, welche vielleicht
einen größeren Einfluß auf die Bildung haben,
eine ähnliche Aufmerksamkeit widmen?
Die Methode, wie die Lehre des menschlichen Knochengebäudes
bisher vorgetragen worden, ist bloß empirisch und nicht
einmal auf die Betrachtung der Gestalt des Menschen, geschweige
in Betrachtung auf die Gestalt der übrigen Tiere rationell.
Man hat die Knochen, nicht wie sie die Natur sondert, bildet und
bestimmt, sondern wie sich solche, ich möchte fast sagen,
zufällig in einem gewissen Alter des Menschen untereinander
verbinden, angenommen und beschrieben, ein Weg, aus welchem selbst
die besten und genausten Bemühungen kaum weiter als zu einer
empirischen Nomenklatur führen konnten. Auch sind die daraus
entstehenden Unbequemlichkeiten schon in die Augen gefallen und
einige sind schon gehoben. So hat man zum Exempel das Felsenhein
vom Schlafbein mit dem größten Rechte getrennt; dagegen
sind Verbindungen ganz heterogener Knochen, wie zum Exempel des
Heiligen- und Kukkucksbeins mit dem Becken geblieben und werden
auch wohl um physiologischer und pathologischer Demonstrationen
willen in der Lehre, welche bloß den Menschen betrachtet,
künftighin zusammen bleiben, woraus wir aber, die wir uns
einen höheren Standpunkt der Erkenntnis aufsuchen, nicht
dürfen hindern lassen.
Wie ich nun an einem jeden einzelnen Teil des vorgeschlagenen
Typus die Ursachen angezeigt, welche mich bewogen, das Knochengebäude
des tierischen Körpers nach von der bisherigen abweichenden
Methode zu betrachten und die Absonderung verschiedener Teile
voneinander zu wünschen, und mich dadurch dem Verdachte der
Neuerungssucht und dem Anschein einer Kleinigkeitsliebe entzogen
zu haben hoffe, so wünsche ich durch nachfolgende allgemeinere
Betrachtungen jene Methode noch zu rechtfertigen und ihre Notwendigkeit
allgemein überzeugender zu machen. Es ist schon oben im Vorbeigehen
gesagt worden, daß es der Natur dadurch leicht, ja darf
sagen, allein möglich wäre, so mannigfaltige Gestalten
hervorzubringen, daß die Bildung aus so vielen kleinen Teilen
bestehe, auf welche sie wirkt, ihre Größe, Lage, Richtung
und Verhältnis verändert und dadurch in den Stand gesetzt
wird teils himmelweit verschiedene Bildungen hervorzubringen,
teils ganz nahe verwandte Bildungen durch eine ungeheure Kluft
wieder zu trennen. Geben wir genau auf diese Mannigfaltigkeit
acht, so werden wir in den Stand gesetzt, nicht allein die Tiere
untereinander, sondern sogar das Tier mit sich selbst zu vergleichen.
In dieser bei genauer Betrachtung die größte Bewunderung
erregenden Veränderlichkeit der Teile ruht die ganze Gewalt
der bildenden Natur.
Dagegen ist die unveränderliche Verbindung der Teile untereinander
die Ursache der einem jeden Beobachter in Augen fallenden Ähnlichkeit
der verschiedensten Gestalten.
Um diese beiden Begriffe nicht nur im allgemeinen hinzustellen,
sondern auch insbesondere anwendbar und anschaulich zu machen,
nehmen wir zuerst den Schädel der Tiere vor uns, und hier
kann nicht streng genug behauptet und nicht oft genug wiederholt
werden, daß die Natur nicht allein diesen Hauptteil des
tierischen Gebäudes nach einem und demselben Muster bildet,
sondern daß sie auch ihren Zweck bei allen durch einerlei
Mittel erreicht, daß die mannigfaltigen Knochenanfänge
und die daraus entstehenden Knochenabteilungen an den Schädeln
aller Tiere völlig dieselben und überall im Grunde auf
einerlei Weise, obgleich in den mannigfaltigsten Modifikationen,
gegenwärtig seien. Ein fleißiger und treuer Beobachter
kann sich hiervon auf das leichteste und schnellste überzeugen.
Am aufmerksamsten wird man hinfort auf die noch nicht verwachsenen,
auf die Schädel noch junger und unreifer Tiere werden, und
unser oft wiederholter Grundsatz wird endlich keinen Widerspruch
mehr zu fürchten haben. Die falschen oder schwankenden Ausdrücke,
der Mensch habe kein os intermaxillare, der Elefant habe kein
Tränenbein der Affe habe auch kein Tränenbein, werden
nicht mehr vorkommen. Man wird diese Teile sorgfältig aufsuchen,
und weil man gewiß, daß man sie finden müsse,
nicht eher ruhen, bis man sie aufgefunden und ihre Gestalt, ihr
Verhältnis gegen die übrigen Teile genau bezeichnet.
Selbst wenn man die Konsequenz der Gestalt nur im allgemeinen
ansieht, sollte man schon ohne genauere Erfahrung schließen,
daß lebendige, einander höchst ähnliche Geschöpfe
aus einerlei Bildungsprincip hervorgebracht sein müßten.
Könnte man sich nur einen Augenblick denken, daß der
Tränenknochen bei einem Tier fehle, so hieße das ebensoviel
als: der Stirnknochen könne sich mit dem Jochbein, das Jochbein
mit dem Nasenbein verbinden, und wirklich unmittelbar aneinander
grenzen, wodurch alle Begriffe von übereinstimmender Bildung
aufgehoben würden. Wenn dadurch eben, wie vorher erwähnt,
daß ein Knochen die seltsamsten und wunderlichsten Gestalten
annehmen, und dadurch seine Nachbarn zu Annehmung seltener Gestalten
determinieren kann, die große Mannigfaltigkeit der Bildungen
entsteht, so wird die Bildung dadurch von der andern Seite höchst
konsequent, weil kein Knochen seine Nachbarschaft verändern
und dadurch wirklich ungeheuere Abweichungen niemals regellos
werden können.
Zwar finden sich Fälle, welche diesem allgemeinen Grundsatz
zu widersprechen scheinen, die aber eben deswegen unsere ganze
Aufmerksamkeit erregen und uns zu weiteren Forschungen Anlaß
geben.
Zwei Fälle, welche mir bekannt geworden, will ich hier anzeigen
und zu erklären suchen. Durch die Verbindung dess Stirnknochens
mit der obern Kinnlade, in der Gegend derr Nasenwurzel, wird das
Tränenbein von dem Nasenknochen gänzlich getrennt, und
es sollte also, wenn der oben festgestellte Grundsatz unumstößlich
bleiben sollte, bei keinem Tiere der Tränenknochen sich jemals
mit dem Nasenknochen verbinden können. Nun findet sich aber
sowohl an dem Schädel eines gemeinen Ochsens als eines Auerochsens,
dass das Tränenbein mit dem Nasenbein wirklich verbunden
sei. Diesen Widerspruch hebe ich durch folgende Erfahrung: Es
ist bekannt, daß die Tiere, welchen die Zähne in der
obern Kinnlade fehlen, als Ochsen, Hirsche, Schafe, Ziegen, eine
Fontanelle haben, welche von dem Stirnknochen, dem Nasenbein,
der obern Kinnlade und dem Tränenbein umgrenzt wird, und
wir dürfen sagen: dass diese Fontanelle durch das Unvermögen
des Oberkiefers entsteht, sich bis gegen den Stirnknochen fortzusetzen.
Diese Fontanelle wird bei dem Ochsen durch ein os wormianum ausgefüllt,
welches in der Folge gewöhnlicher mit dem Tränenbein
als mit den übrigen benachbarten Knochen verwächst,
wodurch es dem ersten Anblick nachch scheinen könnte, als
wenn das Tränenbein sich gleichsam als ein Keil zwischen
den Stirnknochen und der obern Kinnlade hineinschöbe und
den Nasenknochen berühre.
Ich wende mich zu dem zweiten Fall. Die obere Kinnlade und der
Nasenknochen berühren einander; man kann besonders bei den
reißenden Tieren bemerken, daß der Stirnknochen seinen
processum nasalem sehr spitz und lang vorwärts, das os intermaxillare
seinen oberen processum auf gleiche Weise rückwärts
fortsetze. Wir treffen bei allen Tieren diese beiden gleichsam
gegeneinander strebenden spitzen Keile durch die Fläche,
welche den Oberkiefer mit dem Nasenknochen verbindet, abgesondert
oder in mehr oder weniger Entfernung an. Bei dem Schädel
eines Bären hingegen konnte ich bemerken: daß beide
Fortsätze nur noch gleichsam die Fäden zwischen den
benachbarten Knochen verlängerten und sich mit einer, jedoch
etwas verworrnen, Sutur miteinander verbanden. Ich glaubte auch
hier nicht zu fehlen, wenn ich leugnete, daß diese Knochen
einander auch wirklich berührten; sondern sie haben nur die
ihnen eingepflanzte Triebkraft soweit als möglich gegeneinander
ausgedehnt und sind zuletzt durch einen dritten Knochenpunkt,
durch eine Art os wormianum zusammen verbunden worden. Es ist
dieses ein Punkt, über welchen wir in der Folge nie zuviel
und nie scharf genug beobachten können.