Goethe Online
Benutzerdefinierte Suche
 
   
         
    Farbenlehre    
          
   
    Home
     
   

Goethe Home
Goethes Werke
Farbenlehre
Zur Wissenschaftslehre
Botanische Schriften
Zoologie
Physiognomie
Zur Geologie
Schriften zur Meteorologie

Gotheanismus
Sekundärliteratur

     
   

Biologen
Leonardo da Vinci
Charles Darwin
Theodor Schwann
Mathias Schleiden
Johann Gr. Mendel
Aristoteles
>> Übersicht >>

     
    Natural Scientists
Albert Einstein
Johannes Kepler
>> Übersicht >>
     
    Schriftsteller
Herta Müller
     
    Philosophen
Friedrich Nietzsche
     
    Politiker
Barack Obama
Vladimir Putin
Angela Merkel
     
    Popstars
Michael Jackson
Rihanna
     
    Vips & Glamours
Paris Hilton
Angelina Jolie
     
    Historische Personen
Adolf Hitler
Alexander der Grosse
Gaddafi
Gandhi
Marthin Luther King
Albert Schweitzer
     

 

DER DURCHLAUCHTIGSTEN HERZOGIN UND FRAUEN
LUISEN

REGIERENDEN HERZOGIN
VON SACHSEN - WEIMAR UND EISENACH

 

Duchlauchtigste Herzogin, gnädigste Frau

Wäre der Inhalt des gegenwärtigen Werkes auch nicht durchaus geeignet Euer Durchlaucht vorgelegt zu werden, könnte die Behandlung des Gegebenen bei schärferer Prüfung kaum genug tun, so gehören doch diese Bände Euer Durchlaucht ganz eigentlich an und sind seit ihrer früheren Entstehung Höchstdenenselben gewidmet geblieben.

Denn hätten Euer Durchlaucht nicht die Gnade gehabt, über die Farbenlehre sowie über verwandte Naturerscheinungen einem mündlichen Vortrag Ihre Aufmerksamkeit zu schenken, so hätte ich mich wohl schwerlich im stande gefunden, mir selbst manches klar zu machen, manches auseinander Liegende zusammenzufassen und meine Arbeit, wo nicht zu vollenden, doch wenigstens abzuschliessen.

Wenn es bei einem mündlichen Vortrage möglich wird, die Phänomene sogleich vor Augen zu bringen, manches in verschiedenen Rücksichten wiederkehrend darzustellen, so ist dies freilich ein großer Vorteil, welchen das geschriebene, das gedruckte Blatt vermißt. Möge jedoch dasjenige, was auf dem Papier mitgeteilt werden konnte, Höchsdieselben zu einigem Wohlgefallen an jene Stunden erinnern, die mir unvergeßlich bleiben, so wie mir ununterbrochen alles das mannigfaltige Gute vorschwebt, das ich seit längerer Zeit und in den bedeutendsten Augenblicken meines Lebens mit und vor vielen andern Euer Durchlaucht verdanke.

Mit innigster Verehrung mich unterzeichnend Euer Durchlaucht untertänigster

Weimar, den 30. Januar 1808 J.W. v. Goethe

 

 

 



   
     
©  www.merke.ch | Impressum | Links | Kontakt