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Botanik

Die Evolution der Pflanzen von einzelligen Algen bis zu den Samenpflanzen kann als Verwirklichung eines Lebewesens gesehen werden, den wir vollkommen ausgebildet und reich variiert bei den zweikeimblättrigen Pflanzen finden.

Algen zeigen uns den Weg von der Einzelzelle bis zur Zellkolonie oder zum einfachen Gewebe. Sie spielen mit allen Varianten des Blatthaften, nicht zuletzt als erdüberdeckendes Blatt des pflanzlichen Planktons in Seen und Meeren. Bei den einzelligen Vertretern wird die ganze Algenzelle in den Geschlechtsvorgang eingespannt. Sie ist wie eine permanente Geschlechtszelle.

Pilze und Bakterien (Spaltpflanzen) sind allesamt Stoffwechselspezialisten. Pilze wenden sich von der Sonne ab, sie sind eine Art Gegenbild zur grünen Pflanze. Sie neigen mit ihren chitinisierten Zellwänden eher zum tierischen Bereich. Bakterien sind allgegenwärtig aber unsichtbar. Überall nehmen sie an Stoffumwandlungen teil, haben jedoch beinahe keine Formkraft.

Moose spielen mit der Aufrichtekraft, sie lösen sich erstmals aus dem Lagerpflanzendasein. Ihr Leben ist aber immer noch stark amphibisch (vom Wasserorganismus abhängig). Sie können daher nur in dichten Populationen leben. Das grüne Moospflänzchen ist haploid.

Farngewächse bilden als erste echte Wurzeln. Sie sind die ersten Kormophyten („Wurzel-Stengel-Blatt-Pflanzen“). Ihre Stengel sind aber unterirdisch (als Rhizom) zu finden und wachsen horizontal. Farne spielen mit der Blattform. Schachtelhalme variieren vielfältig das Stengelprinzip. Ökologisch lösen sich die Farngewächse noch stärker vom Feuchten (äusseres Wasser), sie können zuweilen auch an sehr trockenen Standorten wachsen. Die Eizelle liegt aber noch fast frei auf dem Prothallium (Nährboden für den Embryo).

Nacktsamige Pflanzen haben die Aufrichtekraft gefunden und die Loslösung vom wässrigen Element erreicht. Sie übertreiben ihre Autonomie gegenüber Wasser und die Aufrichtekraft zunächst einmal. Befruchtungsgeschehen passiert in einer Blüte auf der Pflanze, die Samen liegen aber noch offen da.

Bedecktsamige Pflanzen (Einkeimblättrige und Zweikeimblättrige) nehmen das Befruchtungs¬geschehen ganz in den geschlossenen Fruchtkörper hinein. Grosse Variationsmöglichkeiten dieses Typus.

Grundlegende Begriffe
- Kryptogamen: Blütenlose Pflanzen, die sich meist über Sporen vermehren (Sporenpflanzen): Algen, Moose, Farne, Schachtelhalme, Bärlappe
- Thallophyten: Lagerpflanzen, welche keine Gliederung in Wurzel und Spross aufweisen: Algen, niedere Moose (Gegensatz: Kormophyten: Sprosspflanzen)
- Eukaryoten/Eukaryonten: Organismen mit echtem Zellkern (viele Algen, Pilze, Farne, höhere Pflanzen)
- Prokaryoten/Prokaryonten: Organismen ohne Zellkern, Erbgut liegt frei im Cytoplasma (Bakterien und „Blaualgen“, Cyanobakterien).

Gegenüberstellung von Thallophyten und Kormophyten
Betrachtung von Blattflechten auf Baumrinde als einem Thallophyten.
Diese Pflanzen haben keinen Stengel, an dem Blätter frei in den Raum hinausgestellt werden. Der „Organismus“ Flechte bildet blattartige, manchmal fädige oder stengelartige Strukturen. Das Flechtengebilde ist locher, wir sprechen nicht von einem Gewebe, sondern eher von einem lockeren Zellverband, welcher etwas Gewebeartiges hat.

Flechten sind schwer zu bestimmen. Wie selten bei Blütenpflanzen, sind wir auf Lupe, Mikroskop oder sogar Chemie angewiesen, um die „Art“ zu bestimmen. Es ist, als können diese Flechtenorganismen ihre Formkräfte noch nicht so stark manifestieren, wie das einer Buche oder einem Löwenzahn gelingt. Auch wenn gewisse Flechtenarten typische Merkmale zeigen, haben sie doch selten eine vorbestimmte Form. Sie wachsen wuchernd, alte Flechten sind einfach grösser als Junge. Wie selten sonst passt sich der Flechtenorganismus an die räumlichen Gegebenheiten an und schmiegt sich an Felsoberflächen als Kruste oder an Rinden mit blattähnlichen Strukturen.

Ganz anders die Sprosspflanzen (Kormophyten). Ihre Gestalt ist bereits durch den Stengel und die Blattform und -anordnung am Stengel schon stark vorgegeben. Selten verwechseln wir ein Buchenblatt mit einem Hagebuchenblatt, die Blattstellung der Nelkengewächse (gegenständig) drücken eine ganz andere Gebärde aus als Rosengewächse, denen eine wechselständige Blattstellung eigen ist.

- Algen (Gitterkugel)

- Niedere Pilze (Penicillium)

Alpenpflanzen

Brennessel

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